Weltreise

23 November 2006

Exmounth - Broome



Die Tour ist nun auch schon wieder Geschichte. Am ersten Tag wäre eine Fahrt von 760 km in den Karijini Nationalpark geplant gewesen. Als wir jedoch beim Informationszentrum vor dem Park angekommen waren, wurde uns mitgeteilt, dass der Park wegen Bushfeuern geschlossen worden ist. Es war nun bereits vier Uhr nachmittags und unsere Reise wurde gleich noch mal um 400 km verlängert worden. Nach einem kurzen Stopp für das Abendessen fuhr man weiter zurück. Abends um zehn Uhr war man wieder an derselben Tankstelle wie schon morgens um zehn! Um Mitternacht wurde auf einem Parkplatz unter freiem Himmel übernachtet und knapp 18 Stunden Busfahrt waren auch geschafft. Anscheinend ist es in Australien nicht üblich sich vor der Fahrt über allenfalls geschlossene Strassen zu informieren. Umwege von ein paar hundert Kilometern werden in Kauf genommen…
Nach einer kurzen Nacht wurde man bei Sonnenaufgang von den herumschwirrenden Fliegen aus dem Schlafsack getrieben. Falls jemand die Hartnäckigkeit der Fliegen hierzulande kennt weiss wie gerne man aufsteht um diesen kleinen Plagegeistern zu entkommen. Nach ein paar Stunden Richtung Norden reiste man den Geleisen der 3.5 km Langen Züge gefüllt mit Eisenerz entlang zum Millstream Chicheser Nationalpark wo glücklicherweise keine Buschfeuer entfacht worden sind. Im Nationalpark wurde erstmal ein erfrischendes Bad im dortigen Fluss genommen, was sehr willkommen war bei einer Temperatur von gegen 40 Grad und vor allem, da am ersten Tag die Klimaanlage im Bus ausgefallen war. Übrigens sei es dort „save" zum Schwimmen. Die Krokodile bevorzugen wärmere Gegenden und sind ein paar hundert Kilometer weiter nördlich erst anzutreffen. Nach einer kurzen Fahrt wurde die nächstgelegene Campinggelegenheit im Nationalpark aufgesucht, direkt neben dem Fluss. Auch hier war man wieder der erste im Fluss um sich Abkühlung zu verschaffen. Als wir mittlerweile zu dritt im Fluss badeten, hörte man ein kreischen, da sich unmittelbar neben der Leiter zum Einstig eine drei Meter lange Python in Wasser gelegt hatte. Ein paar Parkangestellte, welche gerade vor Ort waren, versuchten nun dieses Reptil zu vertreiben…
Jedenfalls war sie nun nicht mehr neben der Leiter und wir konnten zwischendurch wieder mal eine Abkühlung geniessen.
Am nächsten Morgen genoss man erneut eine Abkühlung. Als man jedoch die Flip-Flop vom Sand befreien wollte, kreuzte die Schlange wieder vor einem im Wasser auf. Anscheinend hielt man sich erneut in ihrem Territorium auf…
Nach dem Morgenessen brach man in Richtung 80 Miles Beach auf. Am Mittag war noch ein kurzer Besuch bei einer Aboriginal-Art-Ausstellung angesagt, wo auch der Lunch eingenommen wurde. Kurz vor der Eindämmerung gelangte man zum Campingplatz wo erstmals wieder eine Dusche genossen wurde. Genächtigt wurde erneut unter freiem Himmel. Anscheinend muss der Rasen den Kängurus geschmeckt haben. Als man sich zum Schlafsack begab hoppelten einige Schatten davon…
Am letzten Tag traf man gegen Mittag in Broome ein. Das Backpacker befindet sich etwas ausserhalb der Stadt am Cable-Beach, wo man die nächsten Tage anzutreffen ist.