Weltreise

29 Dezember 2006

Merry Chrismas aus Sydney





Mittlerweile ist man nun schon ein paar Tage in Syndey und hat auch schon Weihnachten hier gefeiert. Auch ist der erste Besuch aus der Schweiz eingetroffen, welchen man an dieser Stelle herzlich wilkommen heissen moechte! Davor hat man jedoch im schlimmsten Hostel ever gewohnt, was nun gluecklicherweise auch der Vergangenheit angehoert. In den vergangen Tagen sind auch alte Erinnerungen an den letzten Aufenthalt aufgefrischt worden. Unter anderem wurde Manly besucht, wo man sich promt die Nase (an der Sonne) verbrannt hat. Uebrigens jaehrt es sich gerade heute zum fuenften Male seit dem letzten Besuch...
Gestern Abend wurde im Sydney Opera House ein klassisches Konzert besucht, welches wirklich aussergewoehnlich war, vor allem weil es unter diesem Dach stattgefunden hat und weil sehr viele verschiedene Gaststars fuer Stilabwechslung gesorgt haben.
Seit Weihnachten spuert man auch, dass es sehr viele Leute in die inoffizielle Hauptstradt Australiens zieht. Zu Silvester werden ueber 2 Millionen Leute zur Harbour Bridge stoemen und versuchen etwas vom Feuerwerk zu sehen. Dieses soll dieses Jahr gegen 20 Millionen A$ kosten. Aber mehr dazu spaeter...

21 Dezember 2006

Brisbane


Nach einer weiteren Nacht in Hervey Bay klingelte kurz vor fünf Uhr der Wecker, um den vor sechs Uhr abfahrenden Bus nach Brisbane zu erreichen. Weitere fünf Stunden wurden so in einem nicht allzu bequemen Bus verbracht. Seit Cairns sind nun so knapp dreissig Stunden in einem dieser Busse gesessen worden, was die Grösse dieses Landes eindrücklich vor Augen bringt.
Brisbane hat sich in den vergangenen fünf Jahren nicht sehr stark verändert, soweit man dies überhaupt beurteilen kann. Das Palace Backpackers hat sich jedenfalls überhaupt nicht verändert, es ist immer noch das gleiche Labyrinth. Der Unterschied zu den Provinzstädten wie Cairns ist jedoch deutlich bemerkbar. Ist doch Brisbane mit ihren 1,4 Millionen Einwohnern die drittgrösste Stadt des Landes. Was man jedoch feststellen konnte, ist dass dort sehr viel gebaut wird, was für unsereinen selbstverständlich nicht uninteressant war…
Nach zwei Tagen in dieser Stadt hat man es diesmal doch vorgezogen ein Flugzeug zu schnappen um nach Sydney zu gelangen, denn weitere dreizehn Stunden im Bus wären doch etwas zu viel des Guten gewesen. Auf dem gut einstündigen Flug, musste ein weiteres Mal die Uhr umgestellt werden, was in Australien keine Seltenheit ist. Jeder Staat hat ein bisschen seine eigene Zeit, welches auch schon mal dazu führen kann, dass eine halbe Stunde umgestellt werden muss, wie es in den Northern Terretory der Fall war. Mittlerweile ist die Zeitdifferenz auf 10 Stunden angewachsen, was jedoch noch nicht die grösste auf meiner Reise sein wird.

Fraser Island





Letztens war man nun auf der weltgrössten Sandinsel unterwegs, wie sehr viele andere Touristen auch zu diesem Zeitpunkt. Fraser Island ist eines der Highlights der Australischen Ostküste und die meisten Reisenden machen einen Abstecher irgendwelcher Art dorthin. Die Angebote sind massenhaft vorhanden. Man hat eines dieser besonders unter den Backpackern sehr beliebten self driving Adventure ausgesucht. Um sieben Uhr war Treffpunkt im Hostel Fernsehraum, wo zuerst eine halbe Stunde ein Video über Verhaltensregeln angeschaut werden musste. Anschliessend haben alle den Mietvertrag für das Auto unterschrieben, die Einkaufsliste wurde erstellt und endlich konnte es losgehen. Das heisst eigentlich nein, denn zuerst musste noch wie im Militär das Camping Equipment gefasst, durchgezählt werden und ein Depot für das Auto von A$ 1000.- bezahlt werden, bevor im Einkaufszentrum der Food besorgt werden konnte.
Mit Ach und Krach schaffte es unsere Gruppe um elf Uhr auf der Fähre anwesend zu sein. Nicht alle der vier Gruppen hatte dieses Glück, denn die eine kam erst am Nachmittag an.
Zuerst wurde am wohl berühmtesten See der Insel, nach holpriger Fahrt, der erste Stopp eingelegt. Es ist ein wunderschöner See im inneren Teil der Insel mit einem traumhaften Sandstrand. Es kam einem jedoch ein wenig vor wie der Citybeach, denn massenhaft andere Touristen sind auch schon dort gewesen. Gegen Abend wurde, wie es das Programm sagte, am Beach ein Zeltplatz aufgesucht und die doch schon etwas in die Jahre gekommenen Zelte aufgestellt. Kurz nachdem wir dies geschafft hatten, kam auch schon ein Rancher angedüst und klärte uns noch mal über die Verhaltensregeln auf der Insel auf. Auf der ganzen Insel hat es etliche Campingplätze mit Toiletten, Duschen und Kücheneinrichtungen. Wir hätten die Erlaubnis gehabt alle Einrichtungen zu benutzen, nur unsere Zelte aufzustellen war dort verboten, da man schon frühzeitig reservieren müsste. Mit dieser Reservierungsgeschichte könnte man jedoch auch ganz einfach die normalerweise etwas lauten Backpacker davon abhalten abends dort zu sein…
Schlussendlich haben wir uns dann gemäss Vorschrift ein Loch gebuddelt und das nötigste dort verrichtet. Ausserdem musste man darauf achten Essensvorräte, Abfälle und überhaupt alles während der Nacht einzuschliessen, denn die Dingos sind zahlreich vorhanden gewesen um all dies aufzugreifen. Sollten die Dingos gewollt oder ungewollt gefüttert werden, muss man mit einer Strafe von A$ 3000.- rechnen, welche vorteilhaft umgangen werden sollte.
Am nächsten Morgen wurde ein paar Stunden auf der Insel rumgekurvt und die auf der Liste stehenden Orte aufgesucht und ein paar gar nicht so schlechte Fotos geschossen, bevor es am Abend wieder hiess die Zelte aufzuschlagen. Ein paar hundert Meter von unserem Zeltplatz entfernt war ein erwähnter Campingplatz mit Kocheinrichtungen, welche an diesem Abend benutzt wurden. Leider zog auch schon bald ein Sturm auf, welcher uns um die Zelte fürchten liess. Als wir zurückkehrten standen von den etwa zehn Zelten gerade noch vier. Vielleicht liegt es ein wenig an den Erfahrungen aus der Jungwachtzeit das gerade mein Zelt auch unter den stehen gebliebenen war…
Nach einer etwas unruhiger Nacht wurden am Morgen früh die Zelte wieder abgebrochen (diejenigen welche nicht schon waren…) und zum letzten auf der LISTE stehenden See aufgebrochen, wo natürlich auch wieder gebadet wurde. Um vier Uhr wurde die Fähre zurück nach Hervey Bay geschnappt, um rechtzeitig alles Material wohlbehalten wieder zurückzugeben…

17 Dezember 2006

Whitesunday Island






Die nächsten Tauchgänge kamen schneller als man dachte. Nach langem abwägen ist man zum Schluss gekommen doch noch nach Airlie Beach zu fahren. Man hat sich aus den über fünfzig angeboten ein Segelschiff ausgesucht auf dem die Möglichkeit bestand ein paar Tauchgänge zu geniessen. Insgesamt waren 14 Gäste und 3 Crewmitglieder auf dem Schiff. Aber zuerst wurde man noch mal auf die Probe gestellt, denn Airlie Beach lieg nicht gleich auf dem Weg. 11 Stunden Busfahrt hat man auf sich genommen um dorthin zu kommen. Nahezu 400 Seiten im Nelson Mandela Buch hat man gelesen, welches eigentlich für die damalige Südafrikareisegruppe eine Pflichtlektüre sein sollte. Es kann wirklich nur empfohlen werden…
In Airlie Beach angekommen konnte man das reservierte Zimmer im Magnums Backbackers beziehen, welches über 500 Betten ausweisen kann. Es war nicht gerade was man als eine ruhige Nacht bezeichnen würde, aber es war schnell genug wieder morgen…
Um 8.00 Uhr hat man sich im Hafen eingefunden und die „Gschpänli“ für die nächsten Tage kennen gelernt, eine grossartige Gruppe wie es sich später noch herausstellen sollte. Zuerst sind wir ein paar Stunden herausgefahren um zum ersten Tauchplatz zu gelangen. Zuerst konnten die vier Tauchscheinbesitzer mit dem Instruktor ins Wasser und anschliessend wurden diejenigen in die Welt des Tauchens eingeführt, welche zum ersten Mal tauchen wollten. Es hat auf Anhieb allen gefallen, was eigentlich nicht verwunderlich ist…
Insgesamt hat man auf diesem Trip wieder vier Tauchgänge an verschiedenen Stellen um die Inseln gemacht. Eigentlich wäre auf dem Programm gewesen, dass das äussere Reef besucht werden sollte, da dort draussen jedoch 3 Meter hohe Wellen zu erwarten gewesen wären, hat es der Skipper vorgezogen in der Nähe der Inseln zu bleiben, was ziemlich vernünftig war. Am nächsten Tag beim Segeln in etwas rauerer See stellte sich heraus, dass nicht alle Passagiere an Bord Immun gegen Seekrankheit sind…
Die meisten jedoch haben das Schaukeln des Schiffes genossen, welches schon fast einer Achterbahn glich.
Am Abend ist jeweils auf Deck gesessen, ein paar Biere getrunken und über Gott und die Welt diskutiert worden.
Am letzten Tag wurde zum Abschluss einer der schönsten Sandstrände der Welt besucht, der so genannte white haven beach. Dieser Sandstrand, welcher zum Weltnaturerbe gehört, erstreckt sich über sieben Kilometer. Sollte jemand etwas von diesem besonders feinen weissen Sand stehlen wollen, ist dies nicht so eine gute Idee. Sollte jemand dabei erwischt werden Sand oder Muscheln von dieser Insel mit nach Hause zu nehmen, dem steht eine Strafe von 80'000 A$ zu!
Ganz zu vermeiden Sand mit sich zunehmen ist es jedoch nicht. In den nächsten paar Wochen wird immer wieder ein kleiner Rest davon in irgendwelchen Kleidern auftauchen, denn der Sand ist wirklich sehr fein…
Am Donnerstagabend ist das Segeln nun auch schon wieder vorbei gewesen und am Abend um fünf Uhr musste man die Gspänli alleine weiterfeiern lassen, um den Bus nach Hervey Bay zu erwischen. Am nächsten Morgen um sechs Uhr, nach 13 Stunden Bus fahren ist man dort glücklicherweise eingetroffen…
Leider ist es nicht immer so einfach einen schlauen Computer zu finden um die geschriebenen Texte zu veroeffentlichen. Daher bin ich etwas im Rueckstand. Aber der Bericht von Fraser Island wird folgen...

09 Dezember 2006

Cairns





Schon seit mehr als einer Woche weilt man nun in Cairns. Niedergelassen hat man sich im Zentrum von Cairns im Global Palace Hostel www.globalpalace.com.au . Cairns hat erstaunlicherweise eine Einwohnerzahl von nahezu 100'000 Menschen, was einem in Erstaunen versetzt, wenn man das Zentrum betrachtet. Dort trifft man fast ausschliesslich Touristen an, welche bei ihrem Aufenthalt höchstwahrscheinlich dem Great Barriere Reef einen Besuch abstatten, was man natürlich auch getan hat. Zuerst hat man jedoch das Cape Tribulation nördlich von Cairns aufgesucht. Dieses Cape befindet sich mitten im Regenwald. In die Flüsse kann man nicht gehen wegen den zahlreich vorhandenen Krokodilen und das Meer ist auch tabu wegen den Jellyfischen. Somit blieb nur noch der Pool, in welchem man sich abkühlen konnte, sonst war dort oben nicht sehr viel anderes zu begutachten. Dieser Ort bestand aus etwa 6 Unterkunftsmöglichkeiten, drei Restaurants, einem Shop, that’s it. Aber eben, der Pool war schön mitten in Palmen gelegen, so dass man es mit einem guten Buch sehr gut aushalten konnte…
Anschliessend an das Cape hat man sich eine Tauchtour auf einem Schiff ausgesucht
www.taka.com.au . Dafür musste man um 16.30 Uhr bereitstehen und wurde zum Schiff gebracht. Zuerst wurde das Gepäck im Zimmer abgestellt und anschliessend das Tauch Equipment anprobiert, zusammengeschraubt und auf Funktionstüchtigkeit getestet, denn man wollte ja nicht absaufen. Anschliessend wurden die obligaten Sicherheitsbestimmungen und Gefahrenhinweise unterzeichnet (eben dass es halt doch noch gefährlich sein könnte und der Veranstalter könne nicht dafür verantwortlich gemacht werden wenn ein Meerestierchen auftaucht usw.) wie es sich in Australien gehört…
Nach einer im schaukelnden, die ganze Nacht durchgefahrenen Schiff, verbrachten Nacht, wurde nach dem Frühstück der erste Tauchgang in Angriff genommen. Beim ersten Tauchgang haben wir relativ viel Zeit beim Abstieg verplempert, da jemand aus der Gruppe Probleme mit dem Druckausgleich hatte. Die Zeit am Reef ist somit eher Kurz ausgefallen, ehe die Luft knapp wurde. Vor dem Mittagessen war der nächste Tauchgang angesagt. Bei diesem Tauchgang war die erste Aufgabe für meinen Advanced Open Water Tauchkurs zu lösen. Die Aufgabe bestand darin die Meereslebewesen zu identifizieren. Dabei ist man per Zufall einem Reefhai über den Weg geschwommen. Diese sind jedoch harmlos, da sie Fische als Mahl bevorzugen…
Nach dem Lunch war ein weiteres Highlith angesagt. Unser Dive Instruktor hat einen etwa 1.50 Meter langen Potato Cod gefüttert. Er hat uns bei der Tauchvorbereitung darauf hingewiesen wir sollen die Finger entweder zur Faust ballen oder sonst irgendwie aus dem Schussfeld halten, da ein paar Red Bass anwesend sein werden, welche die Leckerbissen auch haben möchten. Diese Red Bass sind eigentlich graue Fische mit einer Grösse von etwa 60 cm und ein paar äusserst spitzen Zähnen, normalerweise harmlos. Wenn diese Fische sich ärgern, färben sie ihr äusseres von Grau zu Rot und werden angriffslustig. Bei der Fütterung sind sie immer umhergedüst und haben probiert dem Pot Cod die Häppchen wegzuschnappen…
Nach dem Dinner fand nach der obligaten Tauchvorbereitung unser Nachttauchgang auf dem Programm. Kurz nach Sonnenuntergang sind wir abgetaucht. Während der Nacht sind sehr viele Tiere unterwegs, welche man sonst nicht antreffen würde. Viele davon sind auf der Jagd. Man hat sich jeweils einen Spass daraus gemacht einen kleinen Fisch zu suchen. Diesen hat man angeleuchtet und darauf gewartet, dass ein grösserer ihn verfolgt. Kaum zu glauben wie schnell diese kleinen Kerle sich bewegen konnten…
Bei scheinendem Vollmond hat man sich auf dem Sonnendeck am Abend noch ein Bierchen gegönnt. Wobei der Tag mit den anderen Tauchern noch reflektiert worden ist.
Vor dem Frühstück stand der nächste Tauchgang für das Advanced bevor. Dies war der erste Tiefentauchgang. Bei 32 Meter Tiefe wurden ein paar Übungen mit der Tauchinstruktorin Lizzy gemacht. Zuerst hat sie eine an der Oberfläche mit Luft gefüllte Petflasche herumgereicht. Diese Flasche war so zusammengedrückt wie man es an der Oberfläche bestimmt nicht zustande gebracht hätte. Anschliessend ein paar Konzentrationsübungen, um zu zeigen, dass man auf dieser Tiefe etwas länger braucht um etwas zu raffen. Auch die mitgebrachte Colabüchse hatte nicht mehr ein bekanntes Rot sondern war schon eher Schwarz, da man in dieser Tiefe bereits nicht mehr alle Farben wahrnehmen kann. Bevor man noch ein wenig zum Reef gehen konnte, wurde noch probiert einen Schluck Cola aus der Büchse zu trinken, was jedoch relativ einen salzigen Geschmack hinterliess…
Der letzte Tauchgang um das Andvanced zu bekommen war noch ein wenig Navigation mit dem Kompass unter Wasser. Anschliessen ist man noch ein wenig ums Reef geschwommen und hat dabei Nemo gefunden…
Beim zweitletzten Tauchgang, ist man etwa 50 Meter hinter dem Boot aufgetaucht und es hiess zurück schwimmen. Kurz hinter dem Boot hat man noch Bekanntschaft mit einem Jellyfish, einem so genannten Stinger gemacht. Diese Quallen mit ihren Fangarmen können sich ganz schön unangenehm um einen herumwickeln. Anschliessend kannte man einen sehr guten Grund um auch in Zukunft einen Tauchanzug zu tragen. Vielleicht wird man jedoch bei dieser Gelegenheit nach einem langärmligen Exemplar Ausschau halten. Der Arm wurde dann mit Essig eingesprüht und mittlerweile sind die Quadeln auch wieder verschwunden und an ihre Stelle sind ein paar Rote Flecken getreten…
Insgesamt hat man nun auf diesem Schiff 10 Tauchgänge absorbiert und einige Schönheiten des Meeres kennen gelernt. Das nächste Tauchabendteuer kommt bestimmt…