Weltreise

21 Dezember 2006

Fraser Island





Letztens war man nun auf der weltgrössten Sandinsel unterwegs, wie sehr viele andere Touristen auch zu diesem Zeitpunkt. Fraser Island ist eines der Highlights der Australischen Ostküste und die meisten Reisenden machen einen Abstecher irgendwelcher Art dorthin. Die Angebote sind massenhaft vorhanden. Man hat eines dieser besonders unter den Backpackern sehr beliebten self driving Adventure ausgesucht. Um sieben Uhr war Treffpunkt im Hostel Fernsehraum, wo zuerst eine halbe Stunde ein Video über Verhaltensregeln angeschaut werden musste. Anschliessend haben alle den Mietvertrag für das Auto unterschrieben, die Einkaufsliste wurde erstellt und endlich konnte es losgehen. Das heisst eigentlich nein, denn zuerst musste noch wie im Militär das Camping Equipment gefasst, durchgezählt werden und ein Depot für das Auto von A$ 1000.- bezahlt werden, bevor im Einkaufszentrum der Food besorgt werden konnte.
Mit Ach und Krach schaffte es unsere Gruppe um elf Uhr auf der Fähre anwesend zu sein. Nicht alle der vier Gruppen hatte dieses Glück, denn die eine kam erst am Nachmittag an.
Zuerst wurde am wohl berühmtesten See der Insel, nach holpriger Fahrt, der erste Stopp eingelegt. Es ist ein wunderschöner See im inneren Teil der Insel mit einem traumhaften Sandstrand. Es kam einem jedoch ein wenig vor wie der Citybeach, denn massenhaft andere Touristen sind auch schon dort gewesen. Gegen Abend wurde, wie es das Programm sagte, am Beach ein Zeltplatz aufgesucht und die doch schon etwas in die Jahre gekommenen Zelte aufgestellt. Kurz nachdem wir dies geschafft hatten, kam auch schon ein Rancher angedüst und klärte uns noch mal über die Verhaltensregeln auf der Insel auf. Auf der ganzen Insel hat es etliche Campingplätze mit Toiletten, Duschen und Kücheneinrichtungen. Wir hätten die Erlaubnis gehabt alle Einrichtungen zu benutzen, nur unsere Zelte aufzustellen war dort verboten, da man schon frühzeitig reservieren müsste. Mit dieser Reservierungsgeschichte könnte man jedoch auch ganz einfach die normalerweise etwas lauten Backpacker davon abhalten abends dort zu sein…
Schlussendlich haben wir uns dann gemäss Vorschrift ein Loch gebuddelt und das nötigste dort verrichtet. Ausserdem musste man darauf achten Essensvorräte, Abfälle und überhaupt alles während der Nacht einzuschliessen, denn die Dingos sind zahlreich vorhanden gewesen um all dies aufzugreifen. Sollten die Dingos gewollt oder ungewollt gefüttert werden, muss man mit einer Strafe von A$ 3000.- rechnen, welche vorteilhaft umgangen werden sollte.
Am nächsten Morgen wurde ein paar Stunden auf der Insel rumgekurvt und die auf der Liste stehenden Orte aufgesucht und ein paar gar nicht so schlechte Fotos geschossen, bevor es am Abend wieder hiess die Zelte aufzuschlagen. Ein paar hundert Meter von unserem Zeltplatz entfernt war ein erwähnter Campingplatz mit Kocheinrichtungen, welche an diesem Abend benutzt wurden. Leider zog auch schon bald ein Sturm auf, welcher uns um die Zelte fürchten liess. Als wir zurückkehrten standen von den etwa zehn Zelten gerade noch vier. Vielleicht liegt es ein wenig an den Erfahrungen aus der Jungwachtzeit das gerade mein Zelt auch unter den stehen gebliebenen war…
Nach einer etwas unruhiger Nacht wurden am Morgen früh die Zelte wieder abgebrochen (diejenigen welche nicht schon waren…) und zum letzten auf der LISTE stehenden See aufgebrochen, wo natürlich auch wieder gebadet wurde. Um vier Uhr wurde die Fähre zurück nach Hervey Bay geschnappt, um rechtzeitig alles Material wohlbehalten wieder zurückzugeben…