Nordinsel erkunden
Nach dem Nordkap hiess es erstmal wieder Richtung Auckland zurückzufahren. Anschliessend erkundeten wir die Halbinsel von Coromandel. Obwohl die Strassen immer wieder an Passstrassen erinnerten kamen wir ziemlich flott vorwärts, sodass wir gegen Mittag die „Stadt“ Coromandel erreichten. Mittlerweile haben wir etwa drei bis vier Typen Städte ausfindig machen können. Die kleinste dieser Formen ist eine Siedlung mit einem Laden, einem Pup und Tankstelle. Die nächst grössere Form hat jeweils schon eine kleine Einkaufsstrasse und einen MC Donalds. Sobald wir in einen Vorort gefahren sind und einen MC Drive angetroffen haben, konnte bereits mit zwei Einkaufsstrassen gerechnet werden…
Auf der Coromandel Halbinsel sind wir auch schon auf die ersten vulkanisch Aktiven Stellen gestossen. Dort gibt es einen Beach auf welchem bei Ebbe ein kleines Loch gebuddelt werden muss, welches sich mit Wasser füllt. Da der Sand dort heiss ist kann man gemütlich in einem kleinen Pool ein warmes Bad nehmen. Wir haben jedoch auch an den eigenen Füssen festgestellt, dass der Sand teilweise so heiss war, dass wir fluchtartig den Platz wechselten. Auf diesem Streifen von etwa fünfzig Meter Beach haben sich bestimmt um die hundert Personen mit Schaufel bewaffnet eingefunden um in warmem Wasser zu planschen…
Die nächsten Tage verbrachten wir in der Umgebung von Taupo, wo vulkanische Stätten haufenweise vorhanden sind. Auf dem Weg nach Taupo kamen wir an einem Krater einer Goldmine vorbei welche 1987 wieder reaktiviert wurde. Dort holen sie mit schwerem Gerät jede Woche Gold im Wert von einer Million heraus…
Unter anderem haben wir in der Umgebung von Taupo das Waimangu Volcanic Valley www.waimangu.co.nz besucht. Waimangu ist nicht nur eines der jüngsten Thermalgebiete der Welt, sondern auch das grösste und vegetationsreichste Neuseelands. Dort konnten wir dem an einem Flüsschen entlang führenden Spazierweg folgen und verschiedene vulkanische Aktivitäten bestaunen. Seit dem letzten grossen Ausbruch von 1886 regeneriert sich das ganze Tal wieder und erscheint schon recht grün. Dieser Prozess wird jedoch regelmässig von kleineren Eruptionen unterbrochen, darunter ein Ausbruch, bei dem 1917 der Kratersee Frying Pan Lake geschaffen wurde, mit 100 m Durchmesser der grösste Heisswassersee der Welt. Am Weg lagen noch weitere für diese Gegend ganz gewöhnliche Dampfbecken und fauchende Erdspalten sowie ein schlammiges Bassin, aus dem der inzwischen nicht mehr existierende Waimangu Geysir von 1900 bis 1904 regelmässig seine mit Felsbrocken und Schlamm garnierte Wassersäule sage und schreibe 400 m in die Höhe spie. Für uns war dies eine eindrückliche kleine Wanderung, welche uns zum ersten Male die Kraft vulkanischer Aktivitäten vor Augen führte…
In Taupo besuchten wir am Tage darauf die etwas in die Jahre gekommenen Heissen Quellen. Dort konnten wir uns mit den anderen Touristen in über 40 Grad warmes Wasser setzten, um nach einigen Minuten in das scheinbar zapfenkalte Becken nebenan zu wechseln. Am Abend trafen wir uns mit einem englischen Pärchen, welches ich bei der Segeltour in Australien kennen lernte. Im Camper sitzend, bei etwas Schauer, feierten wir den Geburtstag von Diana und weihten die Engländer auch etwas in die Schweizer Kultur ein…
Am nächsten Morgen machten wir uns Startklar um pünktlich um 10.15 Uhr in Wai-O-Tapu einzutreffen. Dort wollten wir den Geysir Lady-Knox in Aktion sehen. Jeden Morgen um 10.15 Uhr wird dieser künstlich zum Ausbruch gebracht. Nach dem Kauf der Eintrittskarte am Haupteingang ging es ca. 1 km über die Landstrasse zurück zum Geysir, wo die Besucher in den eng geschlossenen Bankreihen Platz nahmen. Pünktlich und nach Plan schüttete sodann ein Verantwortlicher ein Paket Waschpulver in die Erdöffnung. Innerhalb weniger Minuten wurde die Oberflächenspannung des Wassers durch die Seife herabgesetzt und eine überhitzte Mischung aus Wasser und Dampf wurde in Form eines Strahls freigegeben, der anfangs auf rund 10 m anstieg und sich dann rund eine Stunde lang etwa auf halber Höhe einpendelte. Mit uns hatten sich rund tausend Besucher eingefunden um diesem Spektakel zu folgen. Aber wir haben nun mal einen Geysir gesehen!
Anschliessend an dieses Schauspiel fuhren wir los in Richtung Napier. Wirklich schöne Landschaften wurden durchquert vorbei an tausenden von grasenden Schafen oder eben „Fräschästä“ (Zitat Alpenröslers Kaspers Mario). Von den etwa 250 km waren ungefähr 97 km Schotterpiste und dementsprechend auch die Fahrgeschwindigkeit. Nahezu sechs Stunden waren wir unterwegs. Jedenfalls beschlossen wir am nächsten Tag einmal nicht selbst zu fahren und buchten eine halbtägige Weintour. Bei vier Winzern konnten wir die Weine ausprobieren, jedenfalls deckten wir uns gleich noch mit ein paar Flaschen auf den weiteren Weg ein.
Am folgenden Tag stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm. Wir besuchten den Platz mit dem weltweit längsten Namen. Vor dem lesen empfiehlt es sich tief Luft zu holen.
Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu
Dieser Name bedeutet „Die Kuppe des Hügels, auf dem Tamatea, der rund um das Land gesegelt war, seiner Liebsten auf der Flöte spielte.“ Auf welcher Flöte Tamatea dort gespielt hat ist nicht genauer umschrieben worden…
Jedenfalls fuhren wir auch dort wieder ein paar Stunden durch die Gegend und haben neben Frässchästen auch wieder Kühe beim grasen gesehen. Wir haben uns mittlerweile auch schon gefragt was die Neuseelandianer mit all diesen Tieren anstellen.
Heute der 90. Tag meiner Reise!
Heute fuhren wir zum Cape Palliser. Dies ist der südlichste Punkt der Nordinsel. Eine relativ karge Gegend. Wieder mit ein paar Kilometern Schotterpiste unterwegs. Bevor wir zum Leuchtturm gelangten stiegen wir über 250 Stufen eine Holztreppe hinauf. Aber es hatte sich gelohnt, die Aussicht war überwältigend. Am späten Nachmittag sind wir nun in Wellington, der Hauptstadt Neuseeland eingetroffen und sie wartet darauf erkundet zu werden!
Auf der Coromandel Halbinsel sind wir auch schon auf die ersten vulkanisch Aktiven Stellen gestossen. Dort gibt es einen Beach auf welchem bei Ebbe ein kleines Loch gebuddelt werden muss, welches sich mit Wasser füllt. Da der Sand dort heiss ist kann man gemütlich in einem kleinen Pool ein warmes Bad nehmen. Wir haben jedoch auch an den eigenen Füssen festgestellt, dass der Sand teilweise so heiss war, dass wir fluchtartig den Platz wechselten. Auf diesem Streifen von etwa fünfzig Meter Beach haben sich bestimmt um die hundert Personen mit Schaufel bewaffnet eingefunden um in warmem Wasser zu planschen…
Die nächsten Tage verbrachten wir in der Umgebung von Taupo, wo vulkanische Stätten haufenweise vorhanden sind. Auf dem Weg nach Taupo kamen wir an einem Krater einer Goldmine vorbei welche 1987 wieder reaktiviert wurde. Dort holen sie mit schwerem Gerät jede Woche Gold im Wert von einer Million heraus…
Unter anderem haben wir in der Umgebung von Taupo das Waimangu Volcanic Valley www.waimangu.co.nz besucht. Waimangu ist nicht nur eines der jüngsten Thermalgebiete der Welt, sondern auch das grösste und vegetationsreichste Neuseelands. Dort konnten wir dem an einem Flüsschen entlang führenden Spazierweg folgen und verschiedene vulkanische Aktivitäten bestaunen. Seit dem letzten grossen Ausbruch von 1886 regeneriert sich das ganze Tal wieder und erscheint schon recht grün. Dieser Prozess wird jedoch regelmässig von kleineren Eruptionen unterbrochen, darunter ein Ausbruch, bei dem 1917 der Kratersee Frying Pan Lake geschaffen wurde, mit 100 m Durchmesser der grösste Heisswassersee der Welt. Am Weg lagen noch weitere für diese Gegend ganz gewöhnliche Dampfbecken und fauchende Erdspalten sowie ein schlammiges Bassin, aus dem der inzwischen nicht mehr existierende Waimangu Geysir von 1900 bis 1904 regelmässig seine mit Felsbrocken und Schlamm garnierte Wassersäule sage und schreibe 400 m in die Höhe spie. Für uns war dies eine eindrückliche kleine Wanderung, welche uns zum ersten Male die Kraft vulkanischer Aktivitäten vor Augen führte…
In Taupo besuchten wir am Tage darauf die etwas in die Jahre gekommenen Heissen Quellen. Dort konnten wir uns mit den anderen Touristen in über 40 Grad warmes Wasser setzten, um nach einigen Minuten in das scheinbar zapfenkalte Becken nebenan zu wechseln. Am Abend trafen wir uns mit einem englischen Pärchen, welches ich bei der Segeltour in Australien kennen lernte. Im Camper sitzend, bei etwas Schauer, feierten wir den Geburtstag von Diana und weihten die Engländer auch etwas in die Schweizer Kultur ein…
Am nächsten Morgen machten wir uns Startklar um pünktlich um 10.15 Uhr in Wai-O-Tapu einzutreffen. Dort wollten wir den Geysir Lady-Knox in Aktion sehen. Jeden Morgen um 10.15 Uhr wird dieser künstlich zum Ausbruch gebracht. Nach dem Kauf der Eintrittskarte am Haupteingang ging es ca. 1 km über die Landstrasse zurück zum Geysir, wo die Besucher in den eng geschlossenen Bankreihen Platz nahmen. Pünktlich und nach Plan schüttete sodann ein Verantwortlicher ein Paket Waschpulver in die Erdöffnung. Innerhalb weniger Minuten wurde die Oberflächenspannung des Wassers durch die Seife herabgesetzt und eine überhitzte Mischung aus Wasser und Dampf wurde in Form eines Strahls freigegeben, der anfangs auf rund 10 m anstieg und sich dann rund eine Stunde lang etwa auf halber Höhe einpendelte. Mit uns hatten sich rund tausend Besucher eingefunden um diesem Spektakel zu folgen. Aber wir haben nun mal einen Geysir gesehen!
Anschliessend an dieses Schauspiel fuhren wir los in Richtung Napier. Wirklich schöne Landschaften wurden durchquert vorbei an tausenden von grasenden Schafen oder eben „Fräschästä“ (Zitat Alpenröslers Kaspers Mario). Von den etwa 250 km waren ungefähr 97 km Schotterpiste und dementsprechend auch die Fahrgeschwindigkeit. Nahezu sechs Stunden waren wir unterwegs. Jedenfalls beschlossen wir am nächsten Tag einmal nicht selbst zu fahren und buchten eine halbtägige Weintour. Bei vier Winzern konnten wir die Weine ausprobieren, jedenfalls deckten wir uns gleich noch mit ein paar Flaschen auf den weiteren Weg ein.
Am folgenden Tag stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm. Wir besuchten den Platz mit dem weltweit längsten Namen. Vor dem lesen empfiehlt es sich tief Luft zu holen.
Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu
Dieser Name bedeutet „Die Kuppe des Hügels, auf dem Tamatea, der rund um das Land gesegelt war, seiner Liebsten auf der Flöte spielte.“ Auf welcher Flöte Tamatea dort gespielt hat ist nicht genauer umschrieben worden…
Jedenfalls fuhren wir auch dort wieder ein paar Stunden durch die Gegend und haben neben Frässchästen auch wieder Kühe beim grasen gesehen. Wir haben uns mittlerweile auch schon gefragt was die Neuseelandianer mit all diesen Tieren anstellen.
Heute der 90. Tag meiner Reise!
Heute fuhren wir zum Cape Palliser. Dies ist der südlichste Punkt der Nordinsel. Eine relativ karge Gegend. Wieder mit ein paar Kilometern Schotterpiste unterwegs. Bevor wir zum Leuchtturm gelangten stiegen wir über 250 Stufen eine Holztreppe hinauf. Aber es hatte sich gelohnt, die Aussicht war überwältigend. Am späten Nachmittag sind wir nun in Wellington, der Hauptstadt Neuseeland eingetroffen und sie wartet darauf erkundet zu werden!

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