Weltreise

29 März 2007

Fiji



Bilder unter: www.picasaweb.google.com/ReneGwerder/Fiji



In Fiji gelandet wurde man vom Hostelbus am Flughafen abgeholt. Zuvor musste man sich jedoch schon gegen einige Taxifahrer behaupten und mit aller Deutlichkeit ausdrücken, dass wirklich kein Taxi benötigt wird. Im Hostel eingecheckt legte man eine kurze Rast ein, da man ja doch schon vor vier Uhr morgens aufstehen musste. Zwischen zwei Palmen auf einer Hängematte liegend genoss man das im Gegensatz zu Neuseeland wirklich warme Wetter ein paar Stunden.
Am zweiten Tag fuhr man mit dem uralten Bus, welcher immerhin dreimal am Tag ins Zentrum von Nadi fährt. Dort hat man sich in einem so genannten Reisebüro über den Aufenthalt auf den kleineren Inseln beraten lassen. Man entschied sich schlussendlich für den Bulapass, welcher die Möglichkeit bietet während vierzehn Tagen zwischen den verschiedenen Inseln umherzupendeln. Als erstes musste jedoch wieder der Bus zurück ins Hostel geschnappt werden. Man hat sich zu den Einheimischen an die Ecke gestellt und ebenfalls auf den Bus dort gewartet. Eigentlich wäre es ja ärgerlich gewesen lange auf den Bus zu warten, jedoch war es nur schon interessant zu zusehen wie das ganze öffentliche Verkehrssystem funktioniert. Richtige Fahrpläne gibt es keine. Die Leute wissen einfach dass ein Bus kommt. Man musste sich auch diesmal wieder gegen einige Taxifahrer behaupten, welche einem zwischendurch erklärten, dass gar kein Bus dorthin fahre, um doch noch einen Fahrgast zu finden. Es hat sich jedoch das Gegenteil erwiesen und man kam doch noch zurück – nach einer Stunde warten – eben nach Fiji – Time…
Am nächsten Morgen wurde man von einem Car im Hostel abgeholt und zum Schiff auf die Yasawa Island gebracht. Man wurde in zweieinhalb Stunden zum Waya Lailai Eco Ressort gebracht. Dort brachte man einem in einer kleinen Hütte zusammen mit anderen Backpacker unter. Mit der Unterkunft war auch das Essen mit eingeschlossen, welches jeweils gemeinsam in der Haupthütte eingenommen wurde. Am Strand hat man sich es während des Tages öfters in der Hängematte, zwischen Kokospalmen aufgespannt, verbracht. Zwischendurch fuhr man auch mal mit dem Boot zum Fischen hinaus, hat jedoch leider keinen Fisch gefangen. Auch wurde eine Wanderung auf einen Aussichtspunkt gemacht. Der Weg glich zwar eher einem Bachbett, jedoch die Aussicht war wunderbar. Es hat einem jedoch noch mal ein wenig Überwindung gekostet als man einen etwa 20 cm breiten Felskamm überqueren musste. Am Abend hat man gesehen dass die Höhenangst nicht ganz unbegründet war, denn auf beiden Seiten war eine Felswand von nahezu 100 Metern…
Das nächste Ressort welches man besuchte war Manta Ray, wo sich gleich am Strand ein Reef befindet. Man brauchte nur einige Meter raus zu schwimmen und schon konnten Korallen und Fische beobachtet werden. Auf Manta Ray liess man es sich auch nicht nehmen wieder Tauchen zu gehen. Zuerst wurde jeweils im Tauchshop die Ausrüstung gefasst. Anschliessend wurde man mit einem kleinen Boot zu verschiedenen Reefs gebracht. Der einzige Wehrmutstropfen auf Manta Ray war, dass man mit 35 anderen Leuten im selben Raum untergebracht, und von den Mücken nahezu aufgefressen wurde…
Das nächste „Ressort“ war gleich auf der anderen Seite der Blauen Lagune. Einige werden sich wohl noch an den Film aus den Achzigern erinnern. Die Lagune trägt mittlerweile denselben Namen wie der Film. Diesmal wurde man in einem Hühnerstallähnlichen Hütte untergebracht. Die Hütte hatte ein Strohdach wie eigentlich die ursprünglichen Behausungen. Nur haben sie der Dichtigkeit des Hauses auch nicht mehr so getraut und zusätzlich noch eine Blache darüber geworfen. Als man im innern die Konstruktion der Hütte begutachtete hat auch dies nicht unbedingt Vertrauen erweckt…
Die nächste Bleibe war im Korovou Ressort. Vor allem das Hauptgebäude dort war hübsch gelegen, direkt am Strand auf einer Plattform. Leider war man auch dort wieder mit nahezu vierzig anderen zusammengepfercht worden. Auch das Wetter hatte umgeschlagen und annähernd vier Tage Dauerregen war angesagt. Dort hat man zufällig den Tauchinstruktor wieder angetroffen, welcher einem die Wetterlage erklärte. Sollte es die nächsten Tage nicht weiterregnen, werde sich ein Hurrikane formieren. Angesichts dieser Tatsache war man schon wieder froh sich dem Buch ein wenig intensiver als sonst zu widmen…
Zuletzt verbrachte man noch eine Nacht auf dem Wanataki Schiff. Dies ist ein Motorkatamaran auf welchem im Mitteldeck Betten aufgestellt worden sind. Diejenigen welche ein Doppelzimmer buchten, hatten einfach noch einen Vorhang dazwischen…
Unsereiner hat sich zum Abschluss noch mal zwei Tauchgänge gegönnt und ist am nächsten Tag vor dem immer noch schlechten Wetter auf die Hauptinsel geflüchtet.
Die Bilanz auf den Fiji Inseln. Es ist schön auch das mal gesehen zu haben. Jedoch stimmt das Preis – Leistungs – Verhältnis ganz bestimmt nicht. Wenn man den Unterkunftsstandart und auch die Essensqualität vergleicht. Mittlerweile kann man sich übrigens schon wieder in einem grösseren Radius um die Toiletten herum begeben…
Im ersten Ressort, welches übriges dem Dorf dort gehört, hat uns einer vom Staff voller stolz erklärt, sie bräuchten für die Betreibung der Anlage nur 25% der Einkünfte und der Rest komme dem Dorf zu Gute. Leider ist diese Anlage einer der Wenigen welche den Einheimischen gehört…
Die Preise wurden dem westlichen Standart angenähert, wenn man jedoch weiss dass eine ungelernte Arbeitskraft hier 15 Fiji $ pro Tag bekommt, so dünken einem die verlangten Preise doch ein wenig übertrieben, vor allem wenn man bedenkt welche Gegenleistung dafür zurückkommt. Als Tourist kommt man sich sehr oft als einen wandelnden Geldautomaten vor, was in den Augen der Einheimischen wahrscheinlich auch der Tatsache entspricht…

15 März 2007

Suedinsel erkundet






Als wir unsere Wäsche in Invercargill gewaschen hatten sind wir weiter gefahren nach Queenstown, wo wir gleich ein paar Tage geblieben sind. Natürlich haben wir uns auch eines dieser vielen Abenteuerangeboten herausgesucht. Wir sind Riverboarden gegangen. Ich für mich muss sagen, der Fluss war wirklich wild genug, es hat dabei auch ein paar Schlücke zu trinken gegeben…
Jedenfalls sind wir mehr als sieben Kilometer durch diese Schlucht herunter geboardet und auch heil unten angekommen. Im Anschluss an das Boarden hatte es eine Wasserrutsche wo wir uns in den Fluss herausschiessen lassen konnten. Auch hatte es ein Elastisches Seil, welches über der Mitte des Flusses angebunden war. So konnten wir uns damit in den Fluss hinausschiessen lassen und wurden jeweils vom Jetski aufgesammelt und an das Ufer zurückgebracht. Insgesamt ein Adrenalin hervorbringendes Abenteuer.
Anschliessend an Queenstown haben wir uns entschlossen nach Wanaka zu fahren und auch dort ein paar Tage zu bleiben. Dort haben wir Christina aus Deutschland wieder getroffen, welche ich schon in Wellington mit Markus zusammen kennen gelernt habe. Unter anderem haben wir mit ihr zusammen die Puzzleworld dort besucht. Unter anderem hat es dort einen Irrgarten, für welchen ein Durchschnittsbürger mindestens 90 Minuten braucht. In jeder Ecke hat es einen Turm welcher gefunden werden muss. Jeder Turm hat zusätzlich eine Farbe. Natürlich muss bei der Erkundung des Irrgartens eine Farbreihenfolge der Türme eingehalten werden, wobei sich der Aufenthalt im Irrgarten automatisch verlängert. Im Anschluss an den Irrgarten besuchten wir auch den Innenbereich des Puzzleworld, welcher mit äusserst bemerkenswerten optischen Täuschungen gefüllt ist.
Nachdem wir uns im Knobelbereich verweilt hatten, machten wir eine kurze Wanderung auf einen Aussichtberg, von welchem wir eine wunderbare Rundumsicht um Wanaka hatten…
Auch das Kino in Wanaka war einen Besuch wert. Es hat keine herkömmlichen Kinostühle. Nein, das Kino ist gefüllt mit Sofas. Sogar in einem alten Auto hätten wir Platz nehmen können.
Nach drei Tagen haben wir uns wieder von Christina bei einem Kaffee von Christina verabschiedet und sind an die Westküste aufgebrochen. Als erstes übernachteten gleich in Sichtweite des Foxglaciers. Der Glacier erreichten wir durch einen kurzen Spaziergang über einen Schotterweg. Den Weg legten wir in unseren Samoanischen Sicherheitsschuhen (Flip Flops) zurück, so werden diese Schuhe hier von den Einheimischen genannt…
Gleich 20 Kilometer weiter erreichten wir den Franz Josef Glacier, wohl der bekannteste der Gletscher hier in Neuseeland. Das erstaunlichste am Ganzen ist, dass diese beiden Gletscher fast bis auf Meereshöhe herunterreichen.
Weiter fuhren wir der traumhaften Westküste entlang Richtung Norden. Unterwegs bestaunten wir die Pancake Rocks, eine Felsformation welche eben wie aufeinander liegende Pfannkuchen aussehen. Dort hätte es auch noch spritzende Blowholes gegeben, aber da wir „zu“ gutes Wetter hatten war die See zu ruhig und wir mussten uns das Spritzen vorstellen. Die Gegend an der Westküste ist wirklich wunderbar. Erstaunlicherweise hatte es während dem ganzen Aufenthalt dort nicht geregnet, was bei 35 Sonnentagen im Jahr doch erstaunlich ist. Leider gibt es auch noch ein Tier dort, welches die Nerven ein wenig strapaziert, die Sandfliege. Ein wirklich kleines Tier welches auf unser Blut aus war. Die stechen nicht wie Mücken, nein die beissen. Wenn du dann zu kratzen beginnst, dann viel Spass damit…
Auf dem Weg nach Norden sind wir auch an der einzigen noch rentablen Goldmine vorbeigekommen. Diese Goldmine ist ein Familienbetrieb, und diese Leute unterhalten nebenbei noch ein Freilichtmuseum. Dort konnten wir die alten Tunnels und Gleisanlagen besichtigen. Der Berg sieht an gewissen Stellen schon fast aus wie ein Emmentalerkäse.
Sie holen das Gestein aus dem Berg heraus, zerstampfen es mit einer uralten Wasserbetriebenen Mühle und waschen den Goldstaub heraus. Leider ist es nicht so ergiebig, so bringen sie in sieben Tagen Arbeit à 9 Stunden kaum drei Unzen heraus, was ungefähr 600 Dollar ergibt…
Nachdem wir uns von der Westküste verabschiedeten, führte es uns weiter nach Nelson, der grössten Stadt in der nördlichen Südinsel. Nelson ist wunderschön am Meer gelegen inmitten von Weingütern. Zwei Nächte verbrachten wir dort, bevor wir beschlossen die Sounds des Nordens noch zu erkunden. Schlussendlich verschlug es uns in das Backpacker Hostel Hopewell. Knapp drei Stunden fuhren wir über eine kurvige Strasse um den Kenepuru Sound herum, bis wir schlussendlich das Hostel erreichten.
Direkt am Meer gelegen konnten wir die Umgebung mit dem Kajak erkunden. Wir begleiteten den Hostelbesitzer mit dem Boot zur Muschelernte. Im Hostel zurück wurden die Muscheln gleich gekocht und alle konnten so viele essen wie sie wollten. Ich persönlich habe mich mit drei Muschen und ein paar Austern begnügt. Übertreiben wollte ich es dann doch nicht. Jedoch waren sie besser denn je, frischer bekommt man sie wahrscheinlich nirgends!
Am Tag der Abreise von der Hopewell Lodge wollte sich Alex frühmorgens noch beim Wasserskilaufen versuchen. Berichten zu Folge hat er es auch geschafft und gar nicht mal so eine schlechte Figur gemacht. Draussen im Sound hat sich plötzlich noch eine Herde Delphine dazugesellt und der Hostelbetreiber am Steuer des Schiffes hat sofort seiner Frau in die Lodge angerufen. Diese hat sogleich alle wachen Gäste zusammengetrommelt und wir kamen zur einmaligen Gelegenheit die Herde beim jagen zu beobachten...
Nachdem wir schlussendlich gepackt hatten, machten wir uns mit etwas Verspätung auf den Rückweg nach Christchurch, was eine Fahrt von etwa acht Stunden bedeutete. Zurück in Christchurch wurden wir bereits von einem Abendessen erwartet und auch die Bleibe für die nächsten paar Tage war schon vorbereitet…
Die letzten Tage in Neuseeland wurden zusammen mit Alex und Susanne verbracht und auch die Weiterreise wurde ein wenig vorbereitet. Alex hat seinen Geburtstag gefeiert und Susanne hat sich von ihren Klassenkammeraden verabschiedet. Beides viel auf den Samstagabend und wurde kräftig gefeiert. Ab Tage vor meiner Abreise hat sich Val noch mal so richtig ins Zeug gelegt. Sie zauberte für uns ein Abendessen, welches nichts zu wünschen übrig liess. Am Tag danach brachten sie mich auf den Flughafen. Mein Inlandflug mit Zwischenlandung in Wellington brachte mich zurück nach Auckland, wo es am nächsten Morgen früh nach Nadi Fiji ging. Am Flughafen von Auckland wurde ich wieder mal als Verbrecher entlarvt! So wollte ich doch tatsächlich einen Regenschirm mit an Bord nehmen (welcher beim Inlandflug von Christchurch nach Auckland auch schon dabei war!). Sie haben mir diese gefährlichste aller Waffen auch abgenommen – zum Glück…