Fiji
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In Fiji gelandet wurde man vom Hostelbus am Flughafen abgeholt. Zuvor musste man sich jedoch schon gegen einige Taxifahrer behaupten und mit aller Deutlichkeit ausdrücken, dass wirklich kein Taxi benötigt wird. Im Hostel eingecheckt legte man eine kurze Rast ein, da man ja doch schon vor vier Uhr morgens aufstehen musste. Zwischen zwei Palmen auf einer Hängematte liegend genoss man das im Gegensatz zu Neuseeland wirklich warme Wetter ein paar Stunden.
Am zweiten Tag fuhr man mit dem uralten Bus, welcher immerhin dreimal am Tag ins Zentrum von Nadi fährt. Dort hat man sich in einem so genannten Reisebüro über den Aufenthalt auf den kleineren Inseln beraten lassen. Man entschied sich schlussendlich für den Bulapass, welcher die Möglichkeit bietet während vierzehn Tagen zwischen den verschiedenen Inseln umherzupendeln. Als erstes musste jedoch wieder der Bus zurück ins Hostel geschnappt werden. Man hat sich zu den Einheimischen an die Ecke gestellt und ebenfalls auf den Bus dort gewartet. Eigentlich wäre es ja ärgerlich gewesen lange auf den Bus zu warten, jedoch war es nur schon interessant zu zusehen wie das ganze öffentliche Verkehrssystem funktioniert. Richtige Fahrpläne gibt es keine. Die Leute wissen einfach dass ein Bus kommt. Man musste sich auch diesmal wieder gegen einige Taxifahrer behaupten, welche einem zwischendurch erklärten, dass gar kein Bus dorthin fahre, um doch noch einen Fahrgast zu finden. Es hat sich jedoch das Gegenteil erwiesen und man kam doch noch zurück – nach einer Stunde warten – eben nach Fiji – Time…
Am nächsten Morgen wurde man von einem Car im Hostel abgeholt und zum Schiff auf die Yasawa Island gebracht. Man wurde in zweieinhalb Stunden zum Waya Lailai Eco Ressort gebracht. Dort brachte man einem in einer kleinen Hütte zusammen mit anderen Backpacker unter. Mit der Unterkunft war auch das Essen mit eingeschlossen, welches jeweils gemeinsam in der Haupthütte eingenommen wurde. Am Strand hat man sich es während des Tages öfters in der Hängematte, zwischen Kokospalmen aufgespannt, verbracht. Zwischendurch fuhr man auch mal mit dem Boot zum Fischen hinaus, hat jedoch leider keinen Fisch gefangen. Auch wurde eine Wanderung auf einen Aussichtspunkt gemacht. Der Weg glich zwar eher einem Bachbett, jedoch die Aussicht war wunderbar. Es hat einem jedoch noch mal ein wenig Überwindung gekostet als man einen etwa 20 cm breiten Felskamm überqueren musste. Am Abend hat man gesehen dass die Höhenangst nicht ganz unbegründet war, denn auf beiden Seiten war eine Felswand von nahezu 100 Metern…
Das nächste Ressort welches man besuchte war Manta Ray, wo sich gleich am Strand ein Reef befindet. Man brauchte nur einige Meter raus zu schwimmen und schon konnten Korallen und Fische beobachtet werden. Auf Manta Ray liess man es sich auch nicht nehmen wieder Tauchen zu gehen. Zuerst wurde jeweils im Tauchshop die Ausrüstung gefasst. Anschliessend wurde man mit einem kleinen Boot zu verschiedenen Reefs gebracht. Der einzige Wehrmutstropfen auf Manta Ray war, dass man mit 35 anderen Leuten im selben Raum untergebracht, und von den Mücken nahezu aufgefressen wurde…
Das nächste „Ressort“ war gleich auf der anderen Seite der Blauen Lagune. Einige werden sich wohl noch an den Film aus den Achzigern erinnern. Die Lagune trägt mittlerweile denselben Namen wie der Film. Diesmal wurde man in einem Hühnerstallähnlichen Hütte untergebracht. Die Hütte hatte ein Strohdach wie eigentlich die ursprünglichen Behausungen. Nur haben sie der Dichtigkeit des Hauses auch nicht mehr so getraut und zusätzlich noch eine Blache darüber geworfen. Als man im innern die Konstruktion der Hütte begutachtete hat auch dies nicht unbedingt Vertrauen erweckt…
Die nächste Bleibe war im Korovou Ressort. Vor allem das Hauptgebäude dort war hübsch gelegen, direkt am Strand auf einer Plattform. Leider war man auch dort wieder mit nahezu vierzig anderen zusammengepfercht worden. Auch das Wetter hatte umgeschlagen und annähernd vier Tage Dauerregen war angesagt. Dort hat man zufällig den Tauchinstruktor wieder angetroffen, welcher einem die Wetterlage erklärte. Sollte es die nächsten Tage nicht weiterregnen, werde sich ein Hurrikane formieren. Angesichts dieser Tatsache war man schon wieder froh sich dem Buch ein wenig intensiver als sonst zu widmen…
Zuletzt verbrachte man noch eine Nacht auf dem Wanataki Schiff. Dies ist ein Motorkatamaran auf welchem im Mitteldeck Betten aufgestellt worden sind. Diejenigen welche ein Doppelzimmer buchten, hatten einfach noch einen Vorhang dazwischen…
Unsereiner hat sich zum Abschluss noch mal zwei Tauchgänge gegönnt und ist am nächsten Tag vor dem immer noch schlechten Wetter auf die Hauptinsel geflüchtet.
Die Bilanz auf den Fiji Inseln. Es ist schön auch das mal gesehen zu haben. Jedoch stimmt das Preis – Leistungs – Verhältnis ganz bestimmt nicht. Wenn man den Unterkunftsstandart und auch die Essensqualität vergleicht. Mittlerweile kann man sich übrigens schon wieder in einem grösseren Radius um die Toiletten herum begeben…
Im ersten Ressort, welches übriges dem Dorf dort gehört, hat uns einer vom Staff voller stolz erklärt, sie bräuchten für die Betreibung der Anlage nur 25% der Einkünfte und der Rest komme dem Dorf zu Gute. Leider ist diese Anlage einer der Wenigen welche den Einheimischen gehört…
Die Preise wurden dem westlichen Standart angenähert, wenn man jedoch weiss dass eine ungelernte Arbeitskraft hier 15 Fiji $ pro Tag bekommt, so dünken einem die verlangten Preise doch ein wenig übertrieben, vor allem wenn man bedenkt welche Gegenleistung dafür zurückkommt. Als Tourist kommt man sich sehr oft als einen wandelnden Geldautomaten vor, was in den Augen der Einheimischen wahrscheinlich auch der Tatsache entspricht…
